Nachhaltigkeitslexikon

P wie PETA-Approved Vegan 

Das tierfreundliche Label für vegane Mode. Bisher war es nicht immer einfach, vegane Mode von nicht-veganer Mode zu unterscheiden. Mit dem Label «PETA-Approved Vegan» gibt es ein Zertifikat, das den garantiert veganen Kleiderkauf vereinfacht.

PETA-Approved Vegan

Das Zertifikat wird durch die grösste weltweite Tierschutzorganisation «PETA» vergeben und kennzeichnet Mode die zu 100% frei von tierischen Bestandteilen und ohne Tierquälerei hergestellt wird. Das heisst, sie muss ohne Pelz, Leder, Wolle, Seide, Federn, Daunen, Horn oder Perlmutt hergestellt werden und es dürfen keine tierischen Kleber und Farbstoffe in der Produktion verwendet werden. 

Das Zertifikat ist absolut eindeutig. Wenn du also ein Kleidungsstück mit dem Label «PETA-Approved Vegan» kaufst, kannst du dir sicher sein, dass dafür kein Tier leiden musste, geschädigt oder getötet wurde und auch in der Herstellung keine Materialien aus tierischer Herkunft verwendet wurden. 

Wie wird das Zertifikat vergeben?

Um die Zertifizierung zu erhalten, muss ein Bekleidungsunternehmen inklusive seiner Lieferant*innen und Produzent*innen eine detaillierte Zuverlässigkeitserklärung und einen Fragebogen ausfüllen. Damit bestätigen sie gegenüber PETA, dass ihre Produkte keine tierischen Stoffe enthalten und verpflichten sich vertraglich, die Kriterien von PETA einzuhalten. 

Vergeben wird das Label ausschliesslich durch PETA. Sie prüfen die Anträge und führen ebenfalls Kontrollen durch. Materialzusammensetzungen beispielsweise durch Stichproben mit Prüflaboren oder durch unangekündigtes Einfordern von Materiallisten bei Lieferanten. 

(Quelle: Peta.de)

Stufen der «Peta-Approved Vegan»-Zertifizierung

Es gibt drei Stufen der Zertifizierung:

  1. Zertifizierung einzelner Produkte 
  2. Zertifizierung einer Kollektion
  3. Zertifizierung des ganzen Sortiments

Es kann also gut sein, dass ein Unternehmen vegane und nicht-vegane Produkte verkauft. Ein Tipp: Ist ein Unternehmen komplett vegan, findest du das Logo meist schon auf der Homepage des Unternehmens während bei einzeln zertifizierten Produkten die Kennzeichnung «vegan» beim Produkt steht. Auch dann wird meist das «PETA-Approved Vegan»-Logo dazu abgebildet. Wenn nur «vegan» als Eigenschaft erwähnt wird, das Logo aber nirgendwo zu finden ist, kann es gut sein, dass keine Zertifzierung vorhanden ist.

Verstecktes Tierleid

Achtung auch bei kleinen Details, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht an ein tierisches Material erinnern. Knöpfe werden oft aus Horn und Huf oder aus Perlmutt von Muschel- oder Schneckenschalen hergestellt. Badges an Mützen sind häufig aus Leder. Auch Kleber kann tierische Bestandteile enthalten. Ein genauer Blick auf die Materialien ist hilfreich.

Perlmutt wird oft aus Muschel- oder Schneckenschalen hergestellt. Photo by Giulia May on Unsplash

Perlmutt wird oft aus Muschel- oder Schneckenschalen hergestellt. Photo by Giulia May on Unsplash

Es gibt nachhaltige Alternativen

PETA vertritt ganz klar die Haltung, dass es für das Wohl der Tiere das einzig Richtige ist, ganz auf tierische Materialien zu verzichten. Dennoch findest du bei uns auch Kleidungsstücke und Accessoires tierischen Ursprungs. Wolle wie auch Leder sind für uns wertvolle und langlebige natürliche Rohstoffe – vorausgesetzt die Tiere werden würdevoll und respektvoll gehalten. Bei den Rohstoffen ist es wichtig, dass sie rückverfolgbar sind und fair gehandelt werden.  

Unsere Fair Fashion Brands sind zudem sehr darauf bedacht, andere Materialien zu verwenden, wo bisher standardmässig tierische Materialien eingesetzt werden. Beispielsweise der Steinnussknopf als pflanzliche Alternative zu Perlmutt oder das Jeanslabel aus recyceltem Papier anstelle von Leder.