Swiss Fair Trade
Schweizer Verpflichtung zu Globaler Gerechtigkeit im Handel
Swiss Fair Trade ist der Branchenverband der Fair-Trade-Organisationen in der Schweiz. Die anerkannten Mitgliedsorganisationen verfolgen die gleiche Definition von Fair Trade und verpflichten sich zur Einhaltung der hohen Grundsätze und Standards des Fairen Handels.
Vision
Ihre Vision ist eine Welt, in der Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt der Handelsstrukturen und -praktiken stehen, damit die Produzent*innen und Kleinbauernfamilien durch ihre Arbeit eine menschenwürdige Existenz aufbauen und selbst über ihre Zukunft entscheiden können.
Mission
Swiss Fair Trade setzt sich dafür ein, den Fairen Handel in der Schweiz zu fördern, faire Handelsstrukturen zu stärken und die hohen Anforderungen und Standards an den Fairen Handel zu etablieren.
Vision und Mission von Swiss Fair Trade
Freier Handel vs. Fairer Handel und deren Bedeutung
- Freier Handel bezieht sich auf den unbeschränkten Warenaustausch zwischen Ländern ohne Tölle oder Handelsbarrieren
- Fairer Handel hingegen stellt ethische Standards, gerechte Entlohnung und nachhaltige Produktionsbedingungen in den Mittelpunkt
Fair Trade wird definiert als eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent*innen und Arbeiter*innen leistet der Faire Handel einen Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Förderung selbstbestimmter Entwicklung.
Der Faire Handel unterstützt primär Kleinbauern/Kleinbäuerinnen und -produzent*innen sowie Arbeiter*innen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen des globalen Südens.
Dies sind wichtige und besondere Merkmale des Fairen Handels:
- Langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehung, welche den Produzent*innen im Süden einen fairen Zugang zum Weltmarkt verschaffen und das Produktionsrisiko minimieren.
- Mindestpreise, die den Produzent*innen die wirtschaftliche Existenz auch bei tiefen Marktpreisen sichern.
- Fair Trade-Prämien, welche den Produzent*innen Investitionen in eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaft ermöglichen.
- Sozialstandards, die die Arbeitsrechte gemäss den ILO-Konventionen stärken und Kinderarbeit, Diskriminierung, unzureichender Gesundheitsschutz und unzumutbare Arbeitszeiten bekämpfen.
- Umweltstandards, welche ökologisch nachhaltige Produktionsverfahren gewährleisten und eine biologische, CO2-neutrale Produktionsweise anstreben.
- Regelmässige Kontrolle entlang der Produktionskette, um die Einhaltung der Fair Trade-Standards zu garantieren.
Besondere Merkmale von Swiss Fair Trade. Hier findest du noch weitere Grundsätze und Standards des Fairen Handels von Swiss Fair Trade und seinen Mitgliedsorganisationen. Hier kannst du noch mehr zu unserer Mitgliedschaft lesen.
Zertifizierung und Kontrolle
Die Einhaltung der Fair-Trade-Standards wird durch ein mehrstufiges Kontrollsystem sichergestellt:
- Unabhängige Zertifizierungsstellen prüfen regelmässig die Einhaltung der Standards vor Ort
- Produzentenorganisationen müssen umfangreiche Dokumentation bereitstellen
- Rückverfolgbarkeit der Produkte entlang der gesamten Lieferkette
- Transparente Berichterstattung über die Verwendung der Fair-Trade-Prämien
Zwei Ansätze des Fairen Handels
Der Import, die weitere Verarbeitung und der Vertrieb fair gehandelter Produkte kann auf zwei Wege erfolgen:
1. Produktzertifizierung
Bei diesem Ansatz können konventionelle Handelsunternehmen fair gehandelte Produkte importieren, verarbeiten und vertreiben. Einzelne Produkte werden nach dem Fair-Trade-Standard importiert und mit dem entsprechenden Label ausgezeichnet.
2. Integrierte Lieferketten
Bei diesem Ansatz kaufen spezialisierte Unternehmen Waren direkt von Kleinbauern/bäuerinnen-Kooperativen oder Unternehmen mit sozialer Verantwortung. Die Importeure bemühen sich, möglichst viel Wertschöpfung im Ursprungsland zu belassen.
Nachhaltigkeitslexikon
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